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Ostfriesischer Kurier - Norderney

Die historische Norderneyer Straßenlaterne (Aufsatzleuchte Rodan) jetzt mit energieeffizienter Berliner LED-Beleuchtungstechnik.
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Energieverbrauch wird deutlich sinken 

VERSORGUNG LED macht's möglich - Nordhelmsiedlung hat neue Straßenbeleuchtung erhalten

Die Wirtschaftsbetriebe Norderney (WBN) arbeiten auch weiter an energieeffizienten Lösungen.

Norderney/VI - Bei den 131 Straßenlaternen in der Nordhelmsiedlung handelte es sich bis zur Umstellung auf Leuchtdioden-Technik (LED) hauptsächlich um Pilzleuchten, die mit zwei Leuchtmitteln (50 Watt Natrium- und 80 Watt Quecksilberdampflampen) bestückt waren.
Anfang des Jahres 2009 haben die WBN mit einem Pilotprojekt an der Marienstraße bereits elf Pilzleuchten gegen LED-Lampen ausgewechselt und damit sehr gute Erfahrungen gesammelt.
Aufgrund dieser guten Erfahrung haben die WBN beim Land Niedersachsen einen Antrag zur "Förderung energieeffizienter Straßenbeleuchtung" gestellt, und als geeignetes Objekt die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik in der Nordhelmsiedlung gewählt.
Dieser Antrag wurde im Herbst 2009 bewilligt, und es war vorgesehen, die Umsetzung noch bis zum Jahresende 2009 durchzuführen. Durch einen Liefer-Engpass beim Hersteller der LED-Leuchten und durch den langen Winter verzögerte sich die Umrüstung jedoch, so dass die Fertigstellung erst Ende März diesen Jahres erfolgen konnte.
Durch die Umrüstung der Straßenlaternen auf die neue LED-Technik ergibt sich ein anderer, wesentlich besserer Beleuchtungseffekt - im Gegensatz zu den alten Pilzleuchten haben die LED-Leuchten kein Streulicht mehr, welches die Umgebung anstrahlt, sondern durch den Einsatz von verschiedenen Reflektoreinsätzen ein gerichtetes Licht mit sehr geringer Blendwirkung.
"Der Lichtstrom der alten Laternen betrug 3200 Lumen, bei der neuen LED-Technik konnte der Lichtstrom auf 1600 Lumen reduziert werden, weil hier nur ein ganz geringer Anteil von Streulicht vorhanden ist und das Licht auf Straßen und Gehwege fällt, wofür es auch benötigt wird", betont der technische Leiter der WBN, Horst Wirdemann. Die sogenannte Lichtverschmutzung der alten Laternen entfällt hier fast vollständig.

 

Die meisten Anwohner begrüßen laut WBN den Wegfall des Streulichts. Grundsätzlich werde die energieeffiziente Umrüstung und moderne Gestaltung der Beleuchtung von den Anwohnern positiv aufgenommen.
Die neue Beleuchtungsanlage in der Nordhelmsiedlung ist zurzeit die größte zusammenhängende LED-Straßenbeleuchtung in Deutschland. Auf Norderney ergibt sich ein Energieverbrauch bei 4000 Betriebsstunden von 552 Kilowatt pro Stunde (kW/h) pro Lichtpunkt im Jahr.
Bei der neuen LED-Leuchte mit einer Systemleistung von 30 Watt ergibt sich bei 4000 Betriebsstunden ein Energieverbrauch von 120 kW/h pro Lichtpunkt. Dieses entspricht einer Einsparung von rund 78 Prozent gegenüber der alten Pilzleuche.
Die Wirtschaftsbetriebe erwarten bei der Umrüstung der Beleuchtung in der Nordhelmsiedlung eine Reduzierung des Energieverbrauchs von bisher 72 000 kWh/Jahr auf 16000 kWh/Jahr.
Die CO2 - Belastung der Umwelt reduziert sich um etwa 36,5 Tonnen pro Jahr durch die bisher insgesamt 142 installierten LED-Leuchten. Das bedeutet: Jede LED-Leuchte sorgt für rund 260 Kilogramm weniger CO2 - Ausstoß.
Die Investitionssumme für das Projekt beträgt rund 100 000 Euro, die mit einem Höchstanteil von 25 000 Euro durch das Land gefördert wird. Die Refinanzierung erfolgt über die Festschreibung des bisherigen Energieverbrauchs für die nächsten zehn Jahre.
"Dadurch profitiert zunächst die Umwelt und danach die Stadt Norderney als Träger der Straßenbeleuchtungsanlage, also jeder einzelne Bürger von dieser Maßnahme", heißt es in einer Pressemitteilung.

Quelle: OSTRIESISCHER KURIER - NORDERNEY - Ausgabe 30. Juni 2010/Seite 9