BRAUN Lightning Solutions


LED-Gaslichtflair im Berliner Yachtclub

Blick von der Uferpromenade auf den Wannsee und die Insel Schwanenwerder
Vergrößern
BRAUN LED-Gaslight bei Sonnenuntergang an der Uferpromenade des BYC. Farbtemperatur 2700 K
Vergrößern
 
Nach einem Segeltörn kehren Mitglieder und Gäste des über 140 Jahre alten Berliner Yacht-Clubs gern im Restaurant des Clubhauses ein. Zur wärmeren Jahreszeit wird auf der Terrasse, mit malerischem Blick auf den Wannsee, serviert. Den Uferbereich der Terrasse säumen kleine Leuchten vom Typ "Schinkel-Laterne", die in Fachkreisen als Modell-Leuchte oder Berliner Laterne bezeichnet wird. Dieser 1892 von den Städtischen Gaswerken in Berlin entwickelte Leuchtentyp ist ursprünglich eine Gasleuchte, rund 1300 Stück sind bei der öffentlichen Beleuchtung Berlins noch gasbetrieben.
Für die Beleuchtung der Uferpromenade und der Terrasse wünschte sich der BYC von der Berliner Fa. Braun Schaltgeräte und Service e. K. die besondere Wahrnehmungsästhetik des unvergleichlichen goldgelben Gaslichts, das den zum Club führenden Wannseebadweg und die benachbarte Insel Schwanenwerder beleuchtet. Da an der Uferpromenade kein Gas anliegt, beschritt Braun einen kreativen Weg, romantisches Gaslichtflair mit energieeffizienten Hochleistungs-LEDs zu imitieren.
Seit dem Jahr 2007 entwickelt Braun LED-Hochleistungsmodule. Die Marktreife wurde 2008 erreicht. Seitdem hat die Firma bedeutende LED-Beleuchtungsprojekte in deutschen und europäischen Städten erfolgreich umgesetzt. Eine Spezialität ist neben der Fertigung von effizienten LED-Normeinbausätzen für alle vorhandenen baulich geeigneten Straßenleuchten, die originalgetreue Rekonstruktion historischer Leuchten sowie eine täuschend echte Gastechnik-Optik und die Imitation des besonderen Charakters des Gaslichts mit "BRAUN LED-GASlight".
Braun bestückte die Maste mit den originalgetreuen Nachbauten des historischen Entwurfs der Berliner Laterne von 1892. Die Laterne wurde weltberühmt durch das melancholische Liebeslied "Lili Marleen" und stand tatsächlich "vor der Kaserne vor dem großen Tor" (Kaserne der Gardefüsiliere in der Chausseestraße). Der junge Wachsoldat Hans Leip hatte sie leibhaftig vor Augen, als er 1915 die ersten vier Strophen in Gedichtform schuf.
Bis ins kleinste technische und künstlerische Detail wurde die Leuchte, in ihrer Ausführung um 1910, nachempfunden. Eine Replik eines Gas- Druckwellenfernzünders der BAMAG (Berlin Anhaltische Maschinenbau AG) im Sandgussverfahren mit Imitat einer permanenten Zündflamme, Messingteile und Zugkette, originaler Brenner, gedrückter, runder, emaillierter Reflektor und Gasglühstrumpf-Imitaten aus satiniertem Glas erzeugen die Illusion einer echten Gaslaterne.
Die Mimikry der Tagwirkung wird bei Dunkelheit durch die typischen Eigenschaften einer Gasbeleuchtung vollendet.
Mit ihrer warmen goldgelben Lichtfarbe, guter Farbwiedergabequalität, rotationssymmetrischer Lichtverteilung, weichem und nahezu blendfreiem Licht sowie klarer Schattenbildung akzentuieren die Leuchten die Uferpromenade und Terrasse auf besondere Weise. Als Lichtzeichen bieten sie dem Segler eine sichere Orientierung beim Einlaufen in den Hafen.
Die Energieeffizienz der LEDs verbessert sich ständig. Braun setzte die neueste LED-Generation ein. Galten vor einem Jahr noch Lichtströme von 80 Lumen/Watt (Tj = 25 °C) als das Nonplusultra, werden heute bereits 139 Lumen/Watt (Tj = 25 °C) angeboten. Daraus ergeben sich riesige Einsparpotentiale, weil die Mehrheit der in der Außenbeleuchtung eingesetzten Lampen solche Werte nicht erreicht. Der Lichtstrom für die Leuchten im BYC sollte jedoch demjenigen einer Standard-Gasleuchte entsprechen. Deshalb wurden die vier LED-Träger in Zapfenform mit je 4 Platinen und 2 LEDs bestückt. Über diese werden die satinierten Glaszylinder in Glühstrumpfform gesteckt. Der Lichtstrom beträgt 2.200 Lumen (Tj = 25 °C) bei 2.700 Grad Kelvin bei einer Gesamtleistung von 38 Watt. Das Licht strahlt wie gewohnt rotationssymmetrisch ab.
Die Vorteile der LED-Technologie gegenüber herkömmlichen Lampen ist unumstritten. Sie bestechen durch eine sehr hohe Nutzlebensdauer, 50.000 Stunden und mehr sind möglich. Ein weiterer Vorteil ist ihre Funktionssicherheit. Es gibt wenige Ausfälle und sie starten sofort bei voller Leistung. Sie schalten verschleißfrei und sind dimmbar. Außerdem sind sie sehr stoß- und vibrationsfest.
Mit der neuen Uferpromenadenbeleuchtung leistet der BYC einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz. Die LED-Technologie leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Umweltbilanz: Bei der Erzeugung von einer Kilowattstunde Strom entstehen rd. 600 Gramm CO² (Deutschlandmix 2007). Durch den Einsatz der energieeffizienten Leuchtioden wird weniger schädliches CO² emittiert. Durchschnittlich 200 bis zu 1000 Kilogramm pro Leuchte und Jahr sind möglich. LEDs verursachen durch ihre kleine Größe kaum Elektroschrott. Zudem sind sie vollständig quecksilberfrei. Wie beim Gaslicht enthält das LED-Gaslichtimitat keine UV-Strahlung. Somit ergibt sich kaum eine Gefährdung für nachtaktive Insekten.
Aber Braun schätzt auch die besondere Ästhetik des Gaslichts und betreut sehr gerne Städte und Gemeinden, die sich für den Erhalt ihrer Gasbeleuchtung als Kulturgut entschlossen haben. Für diese hat Braun hochmoderne, energiesparende Zünd- und Schaltgeräte im Produktprogramm, die zu einer deutlichen Einsparung von C0² beitragen. Und für einen CO²-neutralen Betrieb der Gasbeleuchtung setzt sich Braun für Biogasprojekte ein.

Quelle: http://www.lichtnews.de vom 10.01.2010