BRAUN Lightning Solutions


LEIPZIG – Umrüstung von historischen Schinkel-Leuchten

LED-Technologie für Leipzigs historische Leuchten 

Die Firma Braun Lighting Solutions aus Berlin und der Solid State Beleuchtungsspezialist Future Lighting Solutions haben im Rahmen des Modellprojekts "Intelligentes Stadtlicht" die historischen Schinkelleuchten in der Innenstadt von Leipzig mit moderner LED-Technologie ausgestattet.
Ende August 2011 konnte das umfangreiche Projekt mit der Inbetriebnahme der letzten von 360 LED-Leuchten abgeschlossen werden. Damit die historischen Leuchten auch mit den LED-Leuchtkörpern in Lichtfarbe und Ästhetik dem Originallicht entsprechen, ging eine mehrjährige Entwicklungsphase durch Braun Lighting Solutions voraus, die sich für das Projekt Unterstützung durch den LED-Spezialisten Future Lighting Solutions an Bord holte.
Im Auftrag des Verkehrs- und Tiefbauamts sollten die historischen Leuchten im Zentrum Leipzigs energetisch saniert werden, ohne das Erscheinungsbild der Leuchten zu verändern. Die Schinkelleuchten prägen seit der industriellen Revolution ab der Mitte des 19. Jahrhunderts mit ihrem warmen Gaslicht die nächtliche Atmosphäre der Stadt.
Vorbild für das Projekt waren die drei letzten originalen Gasleuchten vor der berühmten Thomaskirche, der Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs. Die Anmutung dieses historischen „Glühlichts" galt es mit der Energieeffizienz, Lebensdauer und dem geringen Wartungsaufwand einer LED-Beleuchtung zu vereinen.
Durch die Ausstattung der 360 Schinkelleuchten rund um die Thomaskirche mit modernsten LUXEON Rebel LEDs kann die Stadt ca. 20'000 Euro an jährlichen Energiekosten einsparen. Anstelle von 85 Watt verbrauchen die LEDs nur noch 24 Watt. Die Verringerung der Anschlussleistung um 73,3 Prozent senkt den Energieverbrauch um 89'369 KWh pro Jahr und entlastet damit die Innenstadt durch einen um 60,8 Tonnen pro Jahr verringerten CO2-Ausstoß. Somit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der städtischen Klimaschutzziele.

 

Eine wichtige Aufgabe der Firma Braun war es, die LED-Technologie so zu integrieren, dass das historische Erscheinungsbild und die Gaslichtqualität erhalten bleiben. Dementsprechend werden die Originalteile der historischen Leuchte ergänzt um eine bereits seit 2008 zum Patent angemeldete Technologie, die die Größe und die Anordnung der Glühstrümpfe nachempfindet.
Die vier Glühstrümpfe werden durch vier LED-Zapfen ersetzt, über die satinierte Gläser gehängt werden. Diese vermitteln den Eindruck als würden tatsächlich Glühstrümpfe in der Leuchte hängen. Der „normale" Betrachter kann keinen Unterschied wahrnehmen. Zusätzlich sorgt eine Einzel-LED im Dach mit einer Leistung von 1,2 Watt dafür, dass die Opalglasscheiben dezent durchleuchtet werden.
Das von Braun entwickelte Schalt- und Steuergerät Maxidimm3000 mit 1- 10 Volt- und 230 Volt-Schnittstelle ermöglicht verschiedene Betriebsarten, die weitere Energieeinsparungen erlauben. Die LED-Zapfen lassen sich alternierend ab- und zuschalten, die Basis- und Dimmhelligkeit einstellen, Halbnachtschaltungen oder auch asymmetrische Lichtverteilungen umsetzen.
„In Leipzig trifft die LED-Zukunftstechnologie auf die Vergangenheit der über 150 Jahre alten Stadtbeleuchtung," so André Braun, Geschäftsführer der BRAUN Lighting Solutions e. K. „Durch unseren Ansatz, die traditionelle Form der Leuchte nicht zu verändern und sie durch modernste LED-Technologie in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, werden nicht nur die Aspekte der Energieeffizienz und des Umweltschutzes berücksichtigt sondern auch die Vorgaben des Denkmalschutzes erfüllt."

Quelle: www.evertiq.de 
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